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Das anomale Verhalten des Stroms der beiden entgegengesetzt verbundenen Ketten liegt am Tage; man sieht, er war nicht nur im Allgemeinen abnehmend, sondern nahm auch ab, wo er, bei Verringerung des aufserwesentlichen Widerstands, hätte zunehmen sollen, oder

male Grösse zurück. Bei obigen Versuchen besass aber der Strom, der überwältigt wurde, seine normale Stärke, und seine elektromotorische Kraft wurde darüber hinaus verstärkt.

wo er hiebei zunahm, wie in den letzten Versuchen, nahm er doch nicht so stark zu, als es hätte geschehen müssen: deutliche Beweise von den grofsen Veränderungen seiner beiden Elemente (elektromotorische Kraft und Widerstand). Trotz alle dem zeigte die Eisen - Platin Kette, nach aufgehobener Combination wiederum für sich geprüft, so ziemlich wieder die frühere Beschaffenheit.

Die eben beschriebene Erscheinung, die ich als eine Störung des Ohm'schen Gesetzes etwas näher aus einandersetzen zu müssen glaubte, findet nun auch statt bei denjenigen Combinationen, die man mit zwei Ketten zum Behufe der Bestimmung des Verhältnisses ihrer StromMaxima vornehmen mufs. Sie scheint hier zwar durch die Gegenwart des Drahtes b etwas abgeändert zu werden, macht aber doch gewisse Vorsicht und Beschränkung nothwendig.

So zunächst ist wohl einleuchtend, dafs die Methode nicht anwendbar ist, wenn die schwächere der beiden verglichenen Ketten, nach der Umkehrung ihres Stroms, der Polarisation in bedeutendem Grade unterliegt. Es mufs also die schwächere Kette aus Metallen gebildet seyn, die relativ leicht oxydirbar sind, damit sie, nach Umkehrung des Stroms, von den Flüssigkeiten der Kette angegriffen werden können; namentlich möchte es gut seyn, dafs das positive Metall der Kette, an welchem sich nach Umkehrung des Stroms der Wasserstoff entwickelt, kein anderes als Zink sey und in einer sauren Flüssigkeit stehe, damit durch den chemischen Angriff dieser auf das Metall die Oberfläche desselben stets erneut und somit vor der Polarisation, wenn auch nicht ganz, doch wenigstens gröfstentheils geschützt werde.

Dann stellt es sich zweitens als eine nothwendige Vorsichtsmafsregel heraus, dafs man die beiden zu prüfenden Ketten nicht länger in der angegebenen Combination erhalte, als eben zu den Messungen erforderlich ist.

Wenn man diese beiden Punkte beachtet, kann man durch die beschriebene Methode recht befriedigende Resultate erlangen. Zum Belege dessen, will ich hier drei Vergleiche zwischen einer Grove'schen und einer Daniell'schen Kette im Detail mittheilen. Zuvörderst bestimmte ich, nach der Ohm'schen Methode, die Elemente dieser beiden Ketten und berechnete daraus das Verhältnifs der Maxima ihrer Stromstärken; dann bestimmte ich diefs Verhältnifs direct nach der angegebenen Methode, und verglich das Resultat mit dem berechneten. Welcher Grad von Uebereinstimmung erreicht wurde, wird aus Folgendem erhellen:

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(Fünf Tage darauf an frisch construirten Ketten.)

Grove'sche Kette.

#=26,27; i sin 47°29')

r' 5,448; k=23,379

w=36,27; i sin 34 5

Daniell'sche Kette. w=26,27; i=sin 18° 45′ #=36,27; i sin 15 8

r"=16,972; k"=13,900

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(An denselben Ketten, nachdem sie eine Vierstelstunde in der zur Bestimmung von m'-m" erforderlichen Combination erhalten worden waren.)

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w=26,27; i=sin 20° 17' "14,330 ; k"=14,075

w=36,27; i=sin 16 9

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Das erste Resultat gewährte eine gröfsere Uebereinstimmung als man im Allgemeinen erwarten darf. Die letzten lassen dagegen Einiges zu wünschen übrig; dennoch glaubte ich sie anführen zu müssen, um zugleich zu zeigen, in welchem Grade die längere Unterhaltung der zur Bestimmung des Maxima - Verhältnisses erforderlichen Combinationen abändernd auf die Ketten einwirkt. Es leidet keinen Zweifel, dafs das zuletzt gefundene Verhältnifs nicht das der ursprünglichen Maxima war; allein man sieht doch, dass man nach beiden Methoden ungefähr denselben Zahlenwerth erhält, und in sofern giebt selbst dieses Resultat eine Bestätigung der allgemeinen Richtigkeit der Principien, welche der beschriebenen Methode zum Grunde gelegt sind.

"

Eine solche Uebereinstimmung gewähren übrigens nur Ketten von der Art wie die Daniell'sche. Als ich die erwähnte Eisen-Platin-Kettte, combinirt mit einer Grove'schen zur Bestimmung des Verhältnisses der Maxima anwenden wollte, zeigte der Strom, beim Versuch die Differenz m'-m" zu messen, eine solche Anomalie, dafs an keine Messung zu denken war. Die Nadel der Sinusbussole bekam fortwährend starke Stöfse, bald von der Rechten, bald von der Linken, und unter diesen Stöfsen und Sprüngen wuchs die mittlere Ablenkung so, dafs sie am Ende drei Mal so grofs war als anfangs. Um das Sonderbare dieser Erscheinung noch zu erhöhen, zeigte sie sich nur das erste Mal bei der Combination zur Bestimmung von m'-m"; bei der nachfolgenden von m'+m" und einer zweiten von m'-m" war die Nadel ruhig; aber jetzt erreichte die Ablenkung nur etwa ein Drittel von der Gröfse, welche sie beim früheren Versuche zuletzt erlangt hatte. Bei der Daniell'schen Kette war nichts Aehnliches zu beobachten. Zwar zeigte der Strom bei der Combination m'-m" einen abnehmenden, und bei m'+m" einen zunehmenden Gang; aber Ab- und Zunahme geschahen ruhig und langsam genug, um eine sichere Ablesung machen zu können.

Schliesslich will ich noch erwähnen, dafs wenn es sich blofs darum handelt, zu erfahren, welches der StromMaxima zweier Ketten das gröfsere sey, man nur diese Ketten wie Fig. 9 Taf. II zu combiniren und in den Draht b ein gewöhnliches Galvanometer einzuschalten braucht. Wenn die beiden Strom-Maxima nicht gerade einander gleich sind, was wohl höchst selten der Fall seyn dürfte, wird die Nadel eine Ablenkung erleiden, und um nun zu wissen, von welchem Maximum diese Ablenkung herrühre, ist nur nöthig, einen der beiden andern Drähte, z. B. a, abzulösen. Bleibt dann noch die Ablenkung von gleicher Art, so hatte die Kette links das Uebergewicht; im entgegengesetzten Fall gilt diefs

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