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Abel

Une église à es-Sanamēn.

Macaire avec quelque personnage connu sous ce nom comme St. Macaire de Jérusalem contemporain de Constantin, ou le Macaire de Pétra qui prit part avec les Occidentaux au Concile de Sardique (343) ne nous apportent aucun secours pour fixer une date à la construction de l'église de es-Sanamēn. Si l'on se laisse guider par le style on la placera à la fin du Ve siècle ou au commencement du VIe siècle. A quelques mètres au nord-est de l'abside s'ouvre une piscine carrée qui pourrait bien avoir été un tombeau avec lequel notre église aurait été en relation. Elle est bâtie avec soin en pierres de basalte bien équarries et mesure 0m,85 de profondeur, 2m de long sur 0,80 de large.

Quelque difficulté qu'il y ait de rattacher ces quelques débris à l'histoire, il n'en reste pas moins que nous avons là une donnée intéressante sur l'ancienne Aere occupée actuellement par le bourg d'es-Sanamēn. La liste des évêques qui siégèrent à Chalcédoine mentionne parmi ceux d'Arabie un évêque πόλεως Ερρης ου Ερρας qui peut être Aere ou Aera. En tout cas nous sommes autorisés d'après ce que nous avons vu à regarder es-Sanamen comme un évêché byzantin possédant une église dediée à un saint Macaire.

1

Waddington, Inscriptions de la Syrie. Paris 1870, p. 553.

Die Heiligtümer des byzantinischen Jerusalem

nach einer übersehenen Urkunde.

Von

Dr. Anton Baumstark

An die traditionellen heiligen Stätten Jerusalems und ihre Geschichte haben sich im Laufe der letzten Jahre ebenso eifrige als leider keineswegs immer von Voreingenommenheit oder auch nur von Leidenschaftlichkeit freie Erörterungen geknüpft. Kein eben günstiges Zeichen für den wissenschaftlichen Wert der meisten dieser Erörterungen ist es, wenn hier nicht ein einziges Mal eine Urkunde erwähnt wird, die, in einer wenigstens im Allgemeinen befriedigenden Ausgabe Jedermann zugänglich, in ihrer Bedeutung für die Kenntnis der kirchlichen Denkmäler wie der Liturgie Jerusalems nur mit der Schrift einer abendländischen Pilgerin des ausgehenden 4 Jahrhunderts verglichen werden kann, welche unter dem Titel einer peregrinatio S. Silviae 1884 durch Gamurrini aus der Handschrift einer Konfraternitätsbibliothek zu Arezzo herausgegeben wurde.

Es war gerade ein Jahrzehnt nach dieser Veröffentlichung, als im zweiten Bande der von Papadopulos-Kerameus herausgegebenen Ανάλεκτα Ἱεροσολυμιτικής Σταχυλογίας 1-254 ein Text im Drucke erschien, der bereits an verschiedenen Stellen von sich hatte reden machen, ein durch die einzige Handschrift 'Ayiou Etaupoù 43 der griechischen Patriarchats

bibliothek erhaltenes Typikon der Kar- und Osterwoche nach dem Ritus der 'Avάotaois. Man hätte erwarten sollen, denselben nunmehr unter dem doppelten Gesichtspunkt der Liturgiegeschichte und der Topographie des christlichen Jerusalem mit ähnlichem Eifer wie die lateinische peregrinatio ausgebeutet zu sehen. Allein weder im einen, noch im anderen Sinne hat sich bislange eine einzige Hand gerührt. Die christliche Archäologie, die für das Jerusalem von der Konstantinischen bis zur Epoche der Kreuzzüge sich bedauerlicher Weise hauptsächlich auf das recht prekäre Material gerade abendländischer Pilgerbüchlein angewiesen sieht, hat sich diese erstklassige einheimische Urkunde vollständig entgehen lassen. Der liturgiegeschichtlichen Forschung ist ein Dokument, das ebenbürtig neben den Text der Jakobosliturgie, die Kyrillischen Katechesen und die Beschreibung des hierosolymitanischen Kultus in der peregrinatio S. Silviae tritt, eine unbekannte Grüsse geblieben. Die Sache ist für den Stand der christlichorientalischen Studien leider bezeichnend.

Indem ich mir eine liturgiegeschichtliche Würdigung des Typikons der 'Avάotasis für eine andere Arbeit vorbehalte, versuche ich im Folgenden unsere Unterlassungssünde demselben gegenüber zunächst einmal für das Gebiet der Orts- und Denkmälerkunde Jerusalems wieder gutzumachen. Wir vergegenwärtigen uns an seiner Hand das allgemeine Bild des Gebäudekomplexes über Golgotha und dem Heiligen Grabe, des spezielle Bild der Haupterscheinungen dieses Komplexes, das Bild der anderweitigen hierosolymitanischen Stationskirchen der Kar- und Osterwoche unter ständigem Hinblick auf die übrigen Quellen bis zum Anfang der Kreuzzugsperiode und auf schwebende Streitfragen. Wir unternehmen es schliesslich, diese Bilder, wie sie uns aus dem Typikon entgegentreten, zeitlich zu fixieren.

I. Die Bauten am Heiligen Grabe in ihrer Gesammtheit.

Bekanntlich glaubte Mommert durch seine langjährigen Spezialstudien über die Geschichte und Chorographie der Grabeskirche mit völliger Sicherheit zu dem Ergebnis geführt zu sein, dass man mit Unrecht eine Mehrzahl Konstantinischer Bauten auf dem Areal derselben angenommen, dass vielmehr schon im 4 Jahrhundert wie seit der baulichen Tätigkeit der Kreuzfahrer auf diesem Platze ein einziges Bauwerk die Stätten der Kreuzigung, der Kreuzauffindung und des Heiligen Grabes unter dem nämlichen Dache vereinigt habe. Strzygowski2 hat sich

man könnte sagen: im Vorübergehen - wieder einmal ein entscheidendes Verdienst erworben, indem er den schlechthin zwingenden Nachweis lieferte, dass eine solche Auffassung sich der Beschreibung des Konstantinischen Baues durch Eusebios und der peregrinatio S. Silviae gegenüber nicht halten lässt und auf die alte Anschauung zurückgegriffen werden muss, werden muss, nach welcher die Konstantinische Rotunde der Auferstehung und die Konstantinische Basilika des Heiligen Kreuzes durch ein an drei Seiten von Säulenhallen umgebenes Atrium unter freiem Himmel als zwei durchaus selbständige Bauwerke von einander getrennt wurden. Er hätte für die Richtigkeit dieser letzteren Anschauung noch auf die Beschreibungen des breviarius quomodo Hierosolima constructa est sowie auf die Angaben in der an der Wende vom 5 zum 6 Jahrhundert entstande

'Die Heilige Grabeskirche zu Jerusalem in ihrem ursprünglichen Zustande. Leipzig 1898.

2 Orient oder Rom. Beiträge zur Geschichte der spätantiken und der frühchristlichen Kunst. Leipzig 1901. 127-150. V. Ein bedeutender Rest des Prachtbaues Konstantins d. Gr. am heil. Grabe zu Jerusalem.

' Itinera Hierosolymitana saeculi IIII-VIII recensuit et commentario critico instruxit Geyer. Vindobonae (Pragae. Lipsiae) 1898. 153 f. So deutlich und klar als möglich werden hier unterschieden die basilica Constantini, das atrium grande ubi crucifixus est Dominus und die sancta resurrectio.

nen Biographie Petrus des Iberers verweisen können 1. Eine weitere Nachricht, welche gleichfalls die Zweizahl der Konstantinischen Bauten überliefert, findet sich wie in dem syrisch-monophysitischen Synaxar ägyptischer Provenienz, das mir in einer Karšûnî-Handschrift des syrischen Markusklosters zu Jerusalem vorliegt, so auch in demjenigen der koptischen Kirche zum 13 September (fol. 165 n°) und

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ثم رسمت ببناء هياكل القيامة والجلجلة وبيت لحم : besagt von Helena

(Dann befahl sie den Bau der Tempel der Auferstehung und des Golgotha und zu Bethlehem).

Seit der Restauration der heiligen Orte durch Modestus, welche nach der Perserinvasion von 614 erfolgte, besteht bezüglich der Dreiteilung der Gesamtanlage in Basilika, Westatrium und Rotunde keinerlei Meinungsverschiedenheit. Erzählung und Planskizze des Arculphus und die Angaben des fränkischen Mönches Bernhard 4, auf welche Strzygowski

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1 Petrus der Iberer. Ein Charakterbild zur Kirchen-und Sittengeschichte des fünften Jahrhunderts. Herausgegeben und übersetzt von Raabe. Leipzig 1895. Deutlich werden hier Basilika und Auferstehungsrotunde als selbständige Kirchen unterschieden 26 Z. 18-22 (Uebersetzung 32): ; No boy that on have one? yol? : Thong Love Ile and west Hol

ܘܚܙܘ

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・indwood, l;afo? I... (und von einer ihr gegenübergelegenen, fünf Stadion entfernten Höhe wie Sonnenaufgang glänzen sahen das Dach der heiligen und verehrungswürdigen Kirchen, der des heilbringenden und anbetungswürdigen Kreuzes, der heiligen Auferstehung, ferner auch der anbetungswürdigen Himmmelfahrt auf dem ihr gegenüberliegenden Berg).

'Basset Le synaxaire arabe jacobite (Redaction copte) = Patrologia Orientalis I 3. 273: Der syrisch-arabische Text von Jerusalem lautet: vanjo yar Awo o Bau der Auferstehungskirche und der Tempel des Golgotha und zu Bethlehem). ' Itinera rec. Geyer 227-234 (I 2-6 des Adamnanustextes. Die Planskizze 231).

bgo ano ba (Und sie befahl den

Cap. 9 (Itinera Hierosolymitana et descriptiones terrae sanctae bellis sacris anteriora et latina lingua exarata ed. Tobler et Molinier. Genevrae 1879. 314): Intra hanc civitatem, exceptis aliis ecclesiis, quatuor eminent ecclesiae, mutuis sibimet parietibus coherentes, una videlicet ad orientem,

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